UHD einfach erklärt

UHD einfach erklärt

UHD bezeichnet bei Fernsehern die Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln und ist dort gleichbedeutend mit 4K. Jeder UHD-Fernseher hat also 3840 x 2160 Bildpunkte auf seinem Panel. Nur wenn man UHD-Inhalte zuspielt, reizt man diese native Panelauflösung auch aus. Für alle niedriger aufgelösten Inhalte muss der Fernseher das Bild hochskalieren. Dies nennt man "UHD Upscaling".

UHD Upscaling

Das UHD Upscaling ist bei UHD-Modellen grundsätzlich aktiv, sofern nicht Video in 4K/UHD-Auflösung (2160p) angezeigt wird. Bei jedem Signal in niedrigerer Auflösung, sei es SD, HD oder Full HD, wird das Bild auf die volle Panelauflösung von 3840x2160 hochskaliert. Sonst hätte man ja ein Bild, was nur klein in der Mitte angezeigt wird, mit riesigem schwarzen Rand drumherum. Im Infobanner steht die Auflösung des ankommenden Signals vor dem Upscaling. Ansonsten würde dort immer 3840x2160 stehen und man wüsste nicht, was die Originalauflösung ist. Normalerweise ist das Upscaling für die Bildschärfe weder ein sichtbarer Vor- noch ein Nachteil.

SUHD

Ein Samsung-Begriff, erstmals 2015 mit der JS-Serie eingeführt, der bestimmte höherwertige UHD-Modelle auszeichnet. Entsprechende Modelle wie die JS- oder KS-Modelle können mittels Quantum-Dots-Paneltechnik einen erweiterten Farbraum darstellen, der bei der UHD Blu-ray, einigen UHD-Streaming-Inhalten sowie teilweise bei neueren UHD-fähigen Konsolen zum Einsatz kommt. Auch höhere 2017er-Modelle wie die "QLED"-Modelle nutzen eine Quantum-Dots-Technik, um mit entsprechden Inhalten mehr Farben anzeigen zu können.

Micro/UHD Dimming

Ein Algorithmus von Samsung, der das Bild in kleine Bereiche aufteilt (griechisch "mikro" = klein), welche dynamisch geregelt werden können. Es gibt mehrere Versionen: Micro Dimming, Micro Dimming Pro, Micro Dimming Ultimate und UHD Dimming. Das einfache Micro Dimming regelt den Kontrast in 288 seperaten Bildbereichen. Micro Dimming Pro kann zusätzlich noch Farbe und Schärfe regeln. Micro Dimming Ultimate schließlich regelt Kontrast, Farbe und Schärfe in 576 seperaten Bereichen. Das Ganze ist eine Software-Lösung, die dynamisch ins Bild eingreift und so u.A. für besseren Kontrast sorgen soll. Allerdings heißt dies auch, dass das mühsam eingestellte natürliche Bild im Nachhinein wieder kosmetisch aufgehübscht wird, was nicht jedem gefallen dürfte. Dies war wohl auch Samsung bewusst, denn Micro Dimming ist im Bildmodus "Film" nicht aktiv, sondern nur im Bildmodus "Standard" oder "Dynamisch".

UHD Dimming hat übrigens nichts mit echtem Local Dimming zu tun. Local Dimming wird ab den Modellen JU7xxx/KS7xxx durch "Smart-LED" bzw. ab den MU7-/Q7-Modellen aufwärts durch "Local Dimming" geregelt. Damit kann die Hintergrundbeleuchtung für dunkle Bildbereiche spaltenweise bzw. bereichsweise gedimmt werden.

Bei den UHD-Einstiegsmodellen gibt es hingegen nur ein Global Dimming. Die Hintergrundbeleuchtung kann also nur als Ganzes gedimmt werden, gerade für die HDR-Darstellung nicht optimal. Ein Local Dimming wird herstellerübergreifend bei keinem UHD-Einstiegsmodell verbaut, auch bei der Spitzenhelligkeit wird dort meist geknausert (ist aber nur für HDR-Inhalte relevant).

"UHD Dimming" ist eine zonenweise Bildnachbearbeitung, rein in Software. Dieses Software-"Dimming" hat keinen Schalter, sondern wird durch den Bildmodus bestimmt. Im Bildmodus Film ist es nicht aktiv, bei Standard und Dynamisch schon. Es wird wie gesagt je nach Modell als Micro Dimming, Micro Dimming Pro, UHD Dimming oder Supreme UHD Dimming bezeichnet, hat aber immer das gleiche Funktionsprinzip. Das Wort Dimming wird dabei eigentlich fälschlicherweise benutzt, da es völlig anders - und unabhängig von - echtem Local Dimming arbeitet: Der Bildinhalt wird analysiert und in Zonen nachbearbeitet. So wird der Kontrast künstlich erhöht, die Farben werden aufgepeppt, und es wird selektiv nachgeschärft.

Dies passiert bei der Bildaufbereitung und nicht in der Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung, wobei das auch durchaus Hand in Hand arbeiten kann. Nur mit dem Unterschied, dass Smart-LED den Bildinhalt nicht anfasst, sondern nur das Local Dimming steuert, während Micro/UHD Dimming den Bildinhalt selbst durch die Mangel nimmt und aufbereitet. Aber dieser Bildinhalt sollte eigentlich sehr sorgsam behandelt werden. Das Ziel muss eine natürliche Darstellung sein, denn für sehr viel Content (z.B. so gut wie jeder Film oder Serie) wird das Bild schon im Studio mehr oder weniger stark nachbearbeitet und wird oft schon an die Grenzen gebracht. Wenn man den TV jetzt auch noch zu sehr dran werkeln lässt, dann ist es unvermeidlich, dass irgendwas verloren geht, weil das Signal zu sehr "gepusht" wurde. Die Informationen, die dann außerhalb des darstellbaren Bereichs hin gepusht wurden, sind einfach wegggeclippt und nicht mehr unterscheidbar. Obwohl das Bild subjektiv erstmal einen besseren Eindruck macht, hat man am Ende nichts dadurch gewonnen.

Zudem hat man in besagten Bildmodi auch gerne ein übermotiviertes CE Dimming aktiv, das ist ein Global Dimming bei dunklen Bildinhalten. Erst im Bildmodus Film wird dies mehr unterbunden. Auch wenn man den HDMI-Port auf "PC" umbenennt, macht er kein CE Dimming mehr, da dies sehr irritierend wäre bei Nicht-Video-Inhalten.

Samsung suggeriert mit "Micro Dimming" und "UHD Dimming" zwar eine Form von Local Dimming auch bei den Einstiegsmodellen, dies ist aber einfach nur cleveres Marketing. Die echte Local-Dimming-Technik wird nur bei höheren Modellen verbaut und muss auch entsprechend bezahlt werden.
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